DIE HERZOGIN VON CHICAGO

So. 10.09.2017 (14:30 Uhr)

DIE HERZOGIN VON CHICAGO


Einlass: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn



Dauer: ca. 180 Minuten (inkl. ca. 20 Min. Pause)




Jazz gegen Csardas

Nach den erfolgreichen Gastspielen der beiden Operetten „Die Csardasfürstin“ (2015) und „Gräfin Mariza“ (2016) steht auch in diesem Sommer eine Operette von Emmerich Kálmán auf dem Spielplan des Deutschen Theaters. Sein Stück DIE HERZOGIN VON CHICAGO – in der Inszenierung des Budapester Operettentheaters (Regie: Attila Béres) – erlebt im Oktober in München seine deutsche Erstaufführung. Und das fast 90 Jahre nach seiner Uraufführung am 5. April 1928 in Wien. Gemeinsam mit seinen beiden seine Textdichter Julius Brammer und Alfred Grünwald wagte sich an ein für damalige Zeiten heikles Thema. Das Eindringen des Jazz in das Genre der Wiener Operette. „Jazz gegen Csardas” lautet dann auch die Überschrift der Uraufführungskritik in der „Neuen Freien Presse”. Während sich die Gegensätze im Stück annähern und gegenseitig befruchten, führt der Jazz im kurze Zeit späer von den Nazis beherrschten Deutschland zum Aufführungsverbot der Operette. Man versah sie wie so viele andere unliebsame Werke kurzerhand mit dem Etikett „Entartete Musik”.

Operette in drei Sprachen

Eine Besonderheit der Inszenierung ist auch die Sprache. Lieder und Dialoge gibt es abwechselnd sowohl in Deutsch, Englisch und Ungarisch, wobei die beiden letzteren mit Übertiteln versehen werden. DIE HERZOGIN VON CHICAGO erzählt die Geschichte der verwöhnten Millionärstochter Mary aus den USA. Diese wettet mit ihrer Freundin Edith Rockefeller, einem ebenfalls sehr reichen Mädchen, darum, bei der anstehenden Europareise etwas zu kaufen, was normalerweise für Geld gar nicht zu bekommen ist. Der Einsatz: eine Million Dollar. Mary lernt während der Reise Boris kennen, den attraktiven Thronfolger des imaginären ost-europäischen Landes Sylvaria. Mit ihrer sturmhaften Begegnung beginnt der Kampf zwischen zwei Weltordnungen. Das reiche amerikanische Mädchen kauft und gestaltet den königlichen Palast des hoffnungslos verschuldeten Landes Sylvaria um, hofft aber insgeheim auf die Liebe von Boris. Der hingegen versucht, seine Selbstachtung und kulturellen Wurzeln vor dem mitreißenden Einfluss aus Übersee zu schützen.

Musikalischer Wettstreit

Charleston oder Tschardasch, Geld oder Monarchie, amerikanischer Lebensstil oder europäische Traditionen – das sind die Fragen, die sich auch in der Musik und in der Besetzung widerspiegeln. Ein Jazz- sowie ein Zigeuner-Trio setzen einen wundervollen Kontrast zu den klassischen Operettenmelodien des 36-köpfigen Orchesters. 15 Solisten, ein 24-köpfiger Chor sowie 16 Tänzerinnen und Tänzer komplettieren das ebenso große wie großartige Ensemble des Budapester Operettentheaters. Seit 1923 bietet das Traditionshaus musikalische Unterhaltung der Spitzenklasse und ist mit seinen Produktionen auch regelmäßig in München und am Deutschen Theater zu Gast.



SONGS UND DIALOGE IN DEUTSCHER, ENGLISCHER UND UNGARISCHER SPRACHE



Kinderrabatt bis einschl. 14 Jahren, Schwerbehindertenrabatt: ab einem Behindertengrad von 50%, in den Ausweis eingetragene Begleitpersonen (Kennzeichen "B") erhalten ebenfalls Schwerbehindertenrabatt;
Showcardrabatt nur für Inhaber einer Showcard (Diese muss gesondert erworben werden!)
Ausweiskontrolle beim Einlass!

Schüler, Studenten, Azubis, München Pass-Inhaber, BFD-Leistende
erhalten einen Last-Minute-Tarif von 25,-€ (zzgl. 1,-€ Vertriebsgebühr) jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn auf verfügbare Restkarten.

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